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Ambulante Wohnassistenz Aachen
Dipl.-Sozialwirt (FH) Wilfried Reinhartz
Viktoriastraße 46 | 52066 Aachen

Was ist gemeint, wenn hier von ambulant betreutem Wohnen gesprochen wird?

Der Begriff „Betreutes Wohnen“ hat heute viele Bedeutungen. Wenn wir von ambulant betreutem Wohnen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sprechen, so meinen wir damit eine Leistung, die im Sozialgesetzbuch unter „Eingliederungshilfen für behinderte Menschen“ beschrieben ist. Sie soll die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fördern sowie helfen Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegen zu wirken.

  • Inhaltlich kann ambulant betreutes Wohnen als ein Bündel von Hilfen für Menschen mit behindernden psychischen Beeinträchtigungen verstanden werden, die
  • in den eigenen vier Wänden,
  • bei weitestgehendem Erhalt der Selbstständigkeit des Betreuten,
  • mit dem Ziel der Verbesserung, mindestens aber dem Erhalt der Fähigkeiten zur selbstbestimmten Gestaltung des Lebens
  • durch einen entsprechend Qualifizierten Fachdienstes
  • in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Betreuten

geleistet werden.

Das ambulant betreute Wohnen, wie wir es verstehen, soll durch persönlich zugeschnittene Hilfen im Alltag dazu beitragen, die Benachteiligungen bei der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für die Betroffenen auszugleichen oder zumindest zu lindern. Es soll die eigenständige Lebensführung der/des Betroffenen erhalten oder dazu führen, dass er /sie eines Tages, ohne auf professionelle Hilfe angewiesen zu sein, selbstständig im selbst gewählten Wohnumfeld leben kann.

Wer hat Anspruch auf diese Leistung?

Anspruch auf diese Leistung haben zunächst einmal alle Menschen die - nach § 53 des zwölften Buches der Sozialgesetzgebung (SGB XII) Abs.1 - „durch eine Behinderung ... wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind ...“.

Wenn Sie die Leistungen der AmbWa in Anspruch nehmen möchten, ist die Art Ihrer Beeinträchtigungen von Bedeutung. Die Leistungsvereinbarung, die die AmbWa mit den zuständigen finanzierenden Behörden (z. B. dem Landschaftsverband Rheinland) getroffen hat, beschränkt den Personenkreis der von uns Betreuten, auf Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Insofern die psychische Beeinträchtigung im Vordergrund steht, sind weitere Beeinträchtigungen, etwa eine Suchterkrankung oder eine körperliche Erkrankung oder Behinderung, nicht hinderlich für eine Leistungsaufnahme im Sinne unserer Leistungsvereinbarung. In anderen Fällen würden wir Ihnen helfen, unseren Möglichkeiten entsprechend, einen für Sie passenderen Anbieter zu finden.

Ob Sie tatsächlich zu den Anspruchsberechtigten gehören und welche Hilfen Sie bekommen können, wird im sogenannten Hilfeplanverfahren entschieden. Zum Einen prüft die finanzierende Behörde, ob ihr Antrag formalrechtlich angenommen werden kann, zum Anderen wird der gemeinsam von Ihnen und uns erstellte Hilfeplan einer fachlichen Prüfung unterzogen, die sicherstellen soll, dass Ihnen die richtige und angemessene Hilfe gewährt wird. Im Rahmen dieses Verfahrens gibt es die Hilfeplankonferenz, in der der/die Antragsstellende die Möglichkeit hat, persönlich mit den Fachleuten über seinen/ihren Antrag zu sprechen und Fragen zu klären.

Wer trägt die Kosten dieser Leistung und wie bekommen Sie Zugang dazu?

Die Kosten des ambulant betreuten Wohnen (BeWo) werden in der Regel, bei Vorliegen der Voraussetzungen, von der öffentlichen Hand getragen. Die zuständige Behörde prüft anhand der Unterlagen, die mit dem Antrag eingereicht werden, ob die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Da das Verfahren zunächst einmal sehr kompliziert erscheint, unterstützen wir Sie gern bei der Antragstellung, sofern Sie das wünschen.

Für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind die wichtigsten Unterlagen:

1. Der individuelle Hilfeplan
Darin ist möglichst präzise darzustellen, welcher Art die Beeinträchtigungen, und Fähigkeiten der/des Antragsstellenden sind und welche Konsequenzen sich daraus im Alltag des betroffenen Menschen ergeben (Falldarstellung).
Es ist auszuführen, welche Ziele mit den beantragten Hilfen erreicht werden sollen und mit welchen Vorgehensweisen man diese Ziele erreichen will (Ziele und Methoden).
Es muss dargelegt werden, welche Zeit für die einzelnen Vorgehensweisen benötigt wird und bis wann man am Ziel sein will (Umfang der beantragten Fachleistung).

2. Die fachärztliche Stellungnahme
Hier wird, in der Regel durch einen psychiatrischen Facharzt, die Notwendigkeit der Hilfen aus medizinischer Sicht dargelegt und die Beeinträchtigungen werden nach internationalem Standard (ICD 10) diagnostisch klassifiziert.

3. Der Sozialhilfegrundantrag
Dieser wird zur Prüfung der finanziellen Verhältnisse der/des Beantragenden gebraucht. Darin werden neben den Angaben zur Person u. a. auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der/des Antragsstellenden sowie eventuelle Unterhaltsverpflichtungen oder Unterhaltsansprüche abgefragt.

4. Kopie des Schwerbehindertenausweises

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und die möglicherweise noch offen gebliebenen Fragen in der dafür zuständigen Hilfeplankonferenz geklärt werden konnten, wird in der Regel die Kostenübernahme (für die tatsächlich erbrachten und durch die/den Betreuten quittierten Leistungen) für ein Jahr bewilligt. Danach muss jeweils ein Folgeantrag für ein weiteres Jahr gestellt werden, solange weiterhin Hilfen erforderlich sind.

Unsere Assistenzangebote zu Beratung und Beantragung

Möglicherweise wüssten sie ja gern schon vor der Antragsstellung, ob das BeWo die richtige Unterstützung für Sie ist oder ob Ihr Antrag überhaupt eine Chance auf Bewilligung hat. Wir laden Sie gern zu einer unverbindlichen Beratung in unser Büro ein. Wenn Sie uns lieber zu sich einladen möchten oder für ein erstes Treffen einen neutralen Ort bevorzugen, können wir uns auch dort zu einem Beratungstermin verabreden. Wenn Sie wünschen, vermitteln wir Ihnen aber auch gern den Kontakt zu den offiziellen Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Aufgrund unserer fachlichen Erfahrung empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden, die gesamte Antragstellung gemeinsam miteinander abzuwickeln. Sie können sich auf Ihren Teil der Mitarbeit konzentrieren, während wir dafür Sorge tragen, dass am Ende alles Notwendige beisammen ist.

Nutzen sie dieses Angebot! Diese Leistungen sind für Sie absolut kostenfrei!

 

Wie funktioniert ambulant betreutes Wohnen zusammen mit der AmbWa?

Oberste Leitlinie ist die konsequente Orientierung an den Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten unserer Kundinnen und Kunden . Wir leisten Assistenz unter dem Aspekt der „Hilfe zur Selbsthilfe“ - also zur Stärkung der Lebensautonomie von Menschen mit Beeinträchtigungen/ Behinderungen.

Die Betreuungsleistungen werden auf der Grundlage des individuellen Hilfeplans von qualifizierten und erfahrenen Fachkräften erbracht. Das ambulant betreute Wohnen findet als sogenannte aufsuchende Hilfe überwiegend im Lebensumfeld unserer Kundinnen und Kunden statt.

Durch vertrauensbildende, mitfühlende Aktivierung und befähigende Hilfe

  • leisten wir Beistand zur Bewältigung von Problemen, Krisen und „miesen“ Zeiten,
  • stärken wir Sie zur Aufnahme bzw. Pflege von sozialen Kontakten und Beziehungen,
  • begleiten wir Sie bei Ihrer Integration in das angestrebte soziale sowie das lokale Umfeld.

Durch Beratung, Assistenz, Anleitung und Coaching wollen wir Sie befähigen Ihre

  • Selbstbestimmungskompetenz,
  • Selbstversorgungskompetenz und
  • soziale Integrationskompetenz

zu stärken und sich neuen, positiven Lebensperspektiven zu öffnen.

Durch nicht bevormundende Anwalt­schaft gegenüber

  • Behörden und Ämtern,
  • Fachinstitutionen, Ärzten und Ärztinnen,
  • Angehörigen und ges. Vertretern und
  • sonstigen Vertragsparteien

wollen wir Sie dabei unterstützen, sich für Ihre Rechte und Bedürfnisse stark zu machen.

Im Einzelnen bieten wir u. a. folgende Teilleistungen an:

  • Fachgerechte Krisenintervention
  • Einzel- und Gruppengespräche (mit thematisch Beteiligten)
  • Bestimmung und Bewertung von Zielen sowie von erreichten Veränderungen
  • Entwicklung produktiver Vorstellungen vom eigenen Leben und Beratung bei der Gestaltung von sozialen
  • Unterstützung bei Wohnraumsuche, bei der Suche nach einer geeigneten Tagesstrukturierung und Freizeitgestaltung, der Suche nach geeigneter Beschäftigung (Arbeit, Hobby, usw.) sowie dem Umgang mit Behörden, Anträgen usw.
  • Anleitung und Übung bei mangelnder Hygiene und Körperpflege, bei drohender Verwahrlosung der Wohnung, zum kontrollierten Umgang mit Geldmitteln und in Fragen der Beschaffung, Bevorratung und Ernährung
  • Hilfestellung zur Verbesserung der Mobilität sowie Begleitung außer Haus
  • Hilfeplanung
  • Kooperation mit beteiligten Institutionen, gesetzlichen Betreuern und Anderen
  • Beratung von Bezugspersonen, Angehörigen und Freunden
  • Leistungen zur Qualitätssicherung im Rahmen des persönlichen Budgets

 

Natürlich gibt es gelegentlich Tage, an denen es genug ist miteinander eine Tasse Kaffee oder Tee zu trinken und ein nettes Gespräch über alles und nichts zu führen. Vielleicht gehen Sie ja auch gern mal schwimmen, wandern oder shoppen? Vieles ist mit uns möglich!

Kurze Fragen - knappe Antworten

In diesem Bereich wollen wir Sie über verschiedene Aspekte rund um das ambulant betreute Wohnen informieren. Falls sie uns dabei unterstützen wollen, so sind Sie herzlich eingeladen, uns Ihre Fragen zu schicken. Bei jedem Update der Seite werden die neuen Fragen und Antworten eingearbeitet:


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Frage: Was ist gemeint, wenn hier von ambulant betreutem Wohnen gesprochen wird?

Antwort: Das ambulant betreute Wohnen wie wir es verstehen, leistet Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen persönlich zugeschnittene Hilfestellungen im eigenen Wohnumfeld. Es soll dazu beitragen, die Benachteiligungen bei der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für diese Menschen auszugleichen oder zumindest zu lindern. Es soll die selbstständige Lebensführung so erhalten und wenn möglich so erweitern, dass ein weitgehend zufriedenstellendes Leben in diesem selbst bestimmten Lebensumfeld möglich ist.

 

Frage: Wer hat Anspruch auf diese Leistung?

Antwort: Grundsätzlich Anspruch auf diese Leistung haben alle Menschen die - nach § 53 des zwölften Buches der Sozialgesetzgebung (SGB XII) Abs.1 - „durch eine Behinderung ... wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind ...“.

Die AmbWa hat ihr Angebot, auf Grund unserer fachlichen Orientierung, auf Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ausgerichtet.

 

Frage: Wie funktioniert ambulant betreutes Wohnen?

Antwort: Die Betreuungsleistungen werden auf der Grundlage eines individuellen Hilfeplans von qualifizierten und erfahrenen Fachkräften erbracht. Das ambulant betreute Wohnen findet als sogenannte aufsuchende Hilfe überwiegend im Lebensumfeld unserer Kundinnen und Kunden statt.

 

Frage: Wer trägt die Kosten für diese Leistung?

Antwort: Wenn die finanziellen Mittel der berechtigten Person die im Sozialrecht festgelegten Freigrenzen nicht überschreiten, übernimmt die öffentliche Hand die volle Finanzierung. Abgerechnet werden die, von der betreuten Person quittierten Leistungen.

 

Frage: Wer kann mich zu diesem Thema unverbindlich beraten?

Antwort: Offizielle Beratungsstellen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind die Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) sowie Kontakt-, Koordinations- und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit geistigen und anderen Behinderungen. Daneben helfen Ihnen auch die Fachdienste des Gesundheitsamts oder die Behindertenbeauftragten Ihrer Gemeinde. Infomaterial gibt es auch auf der Website des Landschaftsverband Rheinland (LVR) und auf unserer Linkseite.

 

Frage: Was erwartet man von mir als „Leistungsnehmer“?

Antwort: Wir erwarten von unseren Kunden die Bereitschaft, an den gemeinsam erarbeiteten Zielen nach Ihren individuellen Möglichkeiten mitzuwirken. Wir erwarten ebenfalls, dass es eine Bereitschaft gibt, die Betreuung als Unterstützung zur Selbsthilfe aufzufassen und die damit verbundenen Unbequemlichkeiten gemeinsam zu überwinden, auch wenn der Weg manchmal weit ist. Wir wünschen uns, dass wir so vertrauensvoll miteinander umgehen können, wie es Ihre persönlichen Beeinträchtigungen erlauben. Damit wir gemeinsam erreichte Ziele auch miteinander feiern können.